TIPPS ZUR MINIMIERUNG VON NARBEN BEI OBERFLÄCHLICHEN WUNDEN

Geschrieben am 10 Dezember 2024

Bei vielen alltäglichen Aktivitäten (Sport, Kochen, Gartenarbeit, Heimwerkerprojekten usw.) kommt es zu kleineren Verletzungen, die leicht behandelt werden können, ohne dass ein Arzt hinzugezogen werden muss.

Das Hauptziel besteht darin, Infektionen zu vermeiden, damit die Wunden schneller heilen; je schneller eine Wunde heilt, desto weniger auffällig ist die Narbe. Narbenbildung ist ein natürliches Phänomen und tritt automatisch auf, wenn die Haut sich selbst reparieren muss, nicht nur nach einer Operation, sondern auch nach einer kleineren Verletzung. Obwohl einige Narben unvermeidlich sind, ist es möglich, sie so unsichtbar wie möglich zu machen und ihr ästhetisches Erscheinungsbild zu verbessern.

Im Allgemeinen heilt eine Wunde in etwa 2 bis 3 Wochen. Die Geschwindigkeit der Heilung kann jedoch durch den Lebensstil, den allgemeinen Gesundheitszustand und das Alter beeinflusst werden.

OBERFLÄCHLICHE WUNDEN: BEHANDLUNG UND PFLEGE

  1. Reinigen Sie die Wunde mit kühlem Wasser und Seife (oder spülen Sie sie mit Kochsalzlösung NaCl 0,9 %), um die Wunde von Rückständen zu befreien und Infektionen zu verhindern.
  2. Schützen Sie die Wunde und halten Sie sie feucht, indem Sie die Produktlinie StopHémo® verwenden. StopHémo® besteht aus Kalziumalginat und ist hydrophil: Es absorbiert Blut oder Exsudat und hält die Wunde in einem feuchten Milieu, das die Wundheilung begünstigt. Darüber hinaus setzt StopHémo® Kalziumionen frei, die den natürlichen Wundheilungsprozess unterstützen.
    StopHémo®-Watte: für kleine Schnitte, Kratzer und Schrammen.
    StopHémo®-Spray: für große oder schwer zu behandelnde Wunden (z.B. Schnitte, Schürfwunden oder Kratzer die sich in einem behaarten Bereich, auf der Kopfhaut, ineiner  Hautfalte, zwischen den Fingern oder am Rücken befinden).
    Die Gebrauchsanweisung finden Sie in der jeweiligen Packungsbeilage.

BEDEUTUNG DER FEUCHTEN WUNDHEILUNG
In der modernen Wundheilung hat man erkannt, dass ein feuchtes Wundmilieu mehrere Vorteile hat, die zu einer schnelleren und qualitativ besseren Heilung führen.
Es verhindert die Austrocknung, reduziert Schmerzen und Narbenbildung, aktiviert die Kollagensynthese, erleichtert und fördert die Zellmigration über die Wundoberfläche und unterstützt das Vorhandensein und die Funktion von Nährstoffen und Wachstumsfaktoren.

  1. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie den Verband wechseln: Sollte er an der Wunde haften, reissen Sie ihn nicht herunter, um die neu gebildete Haut nicht wieder zu verletzen und um eine erneute Blutung zu vermeiden. Befeuchten Sie den Verband mit Kochsalzlösung oder halten Sie ihn unter die Dusche. Dadurch lässt er sich leicht ablösen.
  2. Entfernen Sie die Wundkruste nicht, sondern lassen Sie sie natürlich abfallen. Das Zupfen an der Kruste kann den Heilungsprozess stören und die Wahrscheinlichkeit der Narbenbildung erhöhen.
  3. Massieren Sie die Wunde mit einer heilenden Creme: Wenn die Wundkruste abgefallen ist, können Sie die Haut zweimal täglich mit einer heilenden Creme massieren, bis die Wunde vollständig verheilt ist. Durch das Massieren der Wunde kann Narbengewebe abgebaut und die Durchblutung verbessert werden.Es gibt viele Heilcremen auf dem Markt. Fragen Sie Ihren Apotheker um Rat.
  4. Vermeiden Sie ein Jahr lang direkte Sonneneinstrahlung: Sonneneinstrahlung kann zu einer dauerhaften Hyperpigmentierung der neu gebildeten Haut führen. Tragen Sie jeden Tag vor dem Ausgehen Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 auf, unabhängig vom Wetter.

WICHTIGE PUNKTE, DIE ZU BEACHTEN SIND

Narben sind zwar ein natürlicher Teil des Heilungsprozesses, aber durch proaktive Massnahmen zur Pflege oberflächlicher Wunden können ihre Sichtbarkeit und die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Narbenbildung deutlich verringert werden.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Wunde tief ist, stark blutet oder wenn Sie Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Wärme bemerken. Sie sollten auch einen Arzt aufsuchen, wenn Sie nicht in der Lage sind, die Wunde selbst zu reinigen, oder wenn Fremdkörper entfernt werden müssen.

Quelle:
1 - https://www.hopkinsmedicine.org/health/wellness-and-prevention/everyday-cuts-and-scrapes-how-to-prevent-scarring - abgerufen am 07.03.2024.